Kurze Erziehungstipps

In diesem Kapitel möchte ich nicht allzu viel schreiben sondern nur ganz kurz auf ein paar Kommandos eingehen, die ich auf meinen alltäglichen Runden mit Bella nicht mehr missen möchte. Da ich selbst sehr gut mit Videos lernen kann, habe ich einfach mal ein paar Videos zu dem jeweiligen Kommando rausgesucht, auf die ich hier verlinke. Natürlich muss jeder Halter für sich entscheiden, welche Trainingsform man befürwortet, verstehen Sie es also bitte als Beispiel von uns.

 

 

Der Rückruf

Der Rückruf ist für mich das wichtigste Kommando um einen Hund überhaupt in den Freilauf schicken zu können. Ohne einen gut verinnerlichten Rückruf läuft bei uns gar nichts, er ist meine höchste Sicherheit in vielen Situationen. Mit einem guten Rückruf kann man den Impuls eines Hundes kontrollieren, gerade bei Hunden mit Jagdinstinkt also unerlässlich. Wir werden bereits bei unseren Welpen den Grundstein für den Rückruf setzen, sodass es unseren Welpeneltern leichter fällt damit zu arbeiten. Unser Pfiff klingt etwas anders als im folgenden Video, dafür ist der Aufbau des Rückrufs oder Kommpfiffs hier sehr gut erklärt:

 

 

 

Bleib

Das Kommado "Bleib" nutzen wir täglich und es erleichtert unsere Mensch-Hund-Beziehung in vielerlei Hinsicht. Ganz gleich, ob die schmutzige Bella vor der Wohnungstür mit einem "Bleib" warten soll, bis ich ein Handtuch hole oder sie kurz vorm Bäcker mit einem "Bleib" warten soll, es gibt unzählige Beispiele für dieses Kommando und ist für uns unverzichtbar. Hier ein Video mit einem, wie ich finde, sehr gutem Trainingsaufbau:

 

 

 

Was tue ich, wenn mein Hund mich ignoriert?

Na toll, da steht man in der Hundeschule oder man möchte im eigenen Garten etwas Neues ausprobieren, mit dem Hund ein Kommando aufbauen und was macht der Hund? So ziemlich alles nur ich bin dabei völlig uninteressant. 

 

Im eigenen Garten (und auch in der Wohnung) sollte man darauf achten, dass der Hund sein Spielzeug nicht dauerhaft zur freien Verfügung hat. Ein Hund, der immer mit seinem Spielzeug spielen kann, wenn er grad Lust dazu hat, findet den Menschen irgendwann nicht mehr sonderlich interessant. Viel schöner ist es, wenn wir uns interessant machen, indem wir mit einem beliebten Spielzeug unseren Hund zu einem Spiel einladen können, so sind wir in Kombination mit dem Spielzeug ein Highlight für unseren Hund. Oder wir können erst eine Übung mit dem Hund durchgehen und anschließend zur Belohnung ein Spielzeug hervorholen und noch eine Runde spielen.

 

Manchmal kann es auch helfen, etwas für den Hund bisher total untypisches zu tun um die Aufmerksamkeit zu bekommen. So bin ich schon mit meiner damals 5 Monate alten Bella nach solch einer Gartensituation einfach wieder ins Haus gegangen, habe sie dort gelassen, bin selbst wieder in den Garten und habe dort mit ihrem heißgeliebten Quietschehund gespielt (die Nachbarn haben wahrscheinlich gedacht ich wäre komplett verrückt geworden). Danach bin ich wieder ins Haus gegangen, habe den Quietschehund verstaut und bin zum normalen Alltagsgeschehen über gegangen ohne meine Hündin zu beachten, die Augen hätten Sie sehen sollen ;-). Diese Variante habe ich übrigens einige Male angewandt, wenn sie mich im Garten komplett ignorierte.

 

Hier noch ein kleines Video zu dieser Thematik:

 

 

Wie mache ich mich interessant?

Ziel der Mensch-Hund-Beziehung sollte es ja sein, dass mein Hund mich interessant findet, damit ein entspanntes Miteinander möglich ist. Doch viele Hundehalter wissen oft gar nicht, wie sie für ihren Hund interessant werden können.

 

Für mich ist es z.B. im Spiel mit Bella wichtig, dass sie mich nicht als etwas wahrnimmt, was ihr Spielzeug bewegt, sondern als ihre Bezugsperson, mit der sich ein Sozialspiel lohnt. Es muss also nicht immer ein Objekt für das gemeinsame Spiel verwendet werden. Sehr häufig entstehen bei uns intensive Sozialspiele, indem ich z.B. einfach im Garten meinen Hund nachahme. Also ab, auf alle Viere, einfach mal auf den Rücken werfen, irgendwo schnüffeln, los rennen und sich dabei niemals fragen, was die Nachbarn denken könnten ;-)

Bella erkennt sofort, wenn ich mich auf ihre Ebene begebe und es macht ungeheure Freude, das eigene Tier so glücklich zu sehen. Sie rast dann in großen Kreisen um mich herum, springt auf mich zu, kriecht durch mich hindurch und wirft mich, ganz labradortypisch, manchmal auch einfach um. Uns beiden macht es riesigen Spaß und auch wenn ich mir in der Anfangsphase mit meinem ungestümen Labrador, die ein oder andere Blessur zugezogen habe, bereue ich keine Minute. Die Zeit mit unseren Hunden ist viel zu schnell vorbei.

Hier noch ein Video zum Thema Sozialspiel:

Balljunkie

Hier ein kleines Negativbeispiel, warum es so wichtig ist, dass nicht das Spielzeug an sich im Vordergrund steht. 

 

 

 

Leinenkontakt mit anderen Hunden

 

Ein Thema, welches ebenfalls ganze Bücher füllt. Für uns ist ein Sozialkontakt an der Leine tabu. Einzige Ausnahme sind Bellas engsten Hundefreunde, zu denen wir einen engen Kontakt pflegen. Alle anderen Hunde, egal ob wir sie von der Hundewiese kennen oder nicht kennen, werden von uns an der Leine nicht begrüßt, beschnüffelt etc.

 

Zugegeben, es ist nicht immer einfach. Zum einen für mich selbst, denn auch Bella will in einigen Situationen zu einem anderen Hund, zum anderen und dies ist der häufigere Fall, kommen Fremde zielstrebig auf uns zu und wollen mal "Hallo" sagen.

 

Ich habe einige Zeit gebraucht, bis ich einfach sagen konnte "wir möchten es nicht" (sehr schwierig auch, wenn der eigene Hund doch möchte).

 

Heute bin ich sehr froh, doch verhältnismäßig konsequent mit der Vermeidung von Leinenkontakt umgegangen zu sein, denn dadurch wird die Leinenführigkeit für den eigenen Hundes leichter und somit gemeinsame Wege viel entspannter.

 

Hier noch ein kurzes Video

Was gibt es hier?

Sie finden auf dieser Homepage viele Infos zur MenschHund-Beziehung, hilfreiche Tipps und Tricks, ein bisschen was zum Schmunzeln und ganz viele Bilder.

 

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Stöbern.

 

Nicole Schaefer, Kluse 26, 58638 Iserlohn

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