Labradore gibt es in 3 Farben

 

Den Labrador gibt es in den Farben gelb (blond), schwarz und braun (chocolate oder liver). 

 

Im 19. Jahrhundert war die Hundezucht in Großbritanien ausschließlich in den Händen des Landadels, der für jede Art von Wild besondere Hunderassen eingesetzt hat. Ursprünglich war nur der schwarze Labrador anerkannt, d.h. gelbe und braune Labradore wurden rigoros getötet. Erst im Jahre 1899 wurde der erste gelbe Labrador (Ben of Hyde) registriert. Aus den Nachkommen von Ben entstanden bedeutende Zwinger, wie 1910 Knaith von Mrs. Veronica Warmold oder 1924 Braeroy von Mrs. MacPherson. In kurzer Zeit war der gelbe Labrador populär geworden. Der "Yellow Labrador Club" wurde 1925 gegründet.

 

Die braune Farbe in dieser Rasse hat es auch schon immer gegeben. Damals waren die Mendelschen Gesetze (Farbvererbungslehre) noch nicht sehr bekannt. Es muss den braunen Welpen der ersten Tage ähnlich ergangen sein wie den gelben, sie wurden nicht offiziell zur Zucht verwendet. Brauchte es für die Akzeptanz des Gelben fast ein Jahrhundert, dauerte es beim Braunen noch einmal 50 Jahre länger!

 

Den frühesten Hinweis auf die braune Farbe in der Rasse findet sich in dem Buch "The complete Labrador Retriever" von Helen Warwick aus dem Jahr 1965. Einer der ersten Züchter des braunen Labradors war Mr. Severn mit seinem Zwinger Tibshelf.

 

Quelle: Buch "Labrador Retriever" von Rosemarie Wild

 

Die 3 Farben gelb, braun und schwarz des Labrador Retriever sind geschichtlich umfangreich belegt, woher kommen dann plötzlich die Sonderfarben: silber, charcoal und champagner?

 

Verantwortlich für diesen Farbschlag ist ein Gendefekt, das sogenannte Dilute-Gen. Dilute kommt aus dem englischen und bedeutet "verdünnen". Beim Hund führt eine als Dilute-Gen bezeichnete Mutation des MLPH-Lokus dazu, dass sich Eumelanin aufhellt, während Phäomelanin nahezu unverändert bleibt (das Eumelanin ist ein Pigment, das zusammen mit einer zweiten Pigmentart, dem Phäomelanin, die Haar und Hautfarbe bestimmt).

 

Diese Gen-Mutation führt zu einer Aufhellung der Intensität der Fellfarbe. Bei einem Teil der durch das Dilute-Gen aufgehellten Tiere ist die Mutation mit Haarausfall und Veränderungen der Haarwurzeln verbunden.

 

Die Sonderfarben werden im FCI nicht anerkannt, da keine genetische Basis für die Silbergene im Labrador vorhanden sind.

 

Es gibt ein paar interessante Links zum Thema Dilute-Gen, die auch den Zusammenhang mit Krankheiten kritisch sehen.

 

Eine Züchterkollegin hat hierzu einen sehr guten Artikel geschrieben.

Hier geht es zu Aspenwood-Labrador.

 

Der Artikel einer Tierarztpraxis zum Thema "Krankheit Dilute" ist ebenfalls sehr interessant.

Hier geht es zur Tierarztpraxis Beck.

 

Was gibt es hier?

Sie finden auf dieser Homepage viele Infos zur MenschHund-Beziehung, hilfreiche Tipps und Tricks, ein bisschen was zum Schmunzeln und ganz viele Bilder.

 

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Stöbern.

 

Nicole Schaefer, Kluse 26, 58638 Iserlohn

Tel. 02371-310068

nicole.schaefer217@online.de