Hotspot

Nein, hier geht es nicht um öffentliches Wlan, sondern um eine Hauterkrankung, die spontan und ohne erkennbaren Grund auftreten kann.

 

Bevor ich nun jedoch zum Thema komme, möchte ich eines kurz klar stellen. Ich habe weder Veterinärmedizin studiert noch bin ich Tierheilpraktikerin. Alles, was ich hier zu Gesundheitsthemen schreibe basiert auf meinen eigenen Erfahrungen in der Hundehaltung. Ich rate Ihnen deshalb, gehen Sie bei Beschwerden Ihres Tieres zu Ihrem Tierarzt! Ich halte es hier wie Herr Rückert und kann sehr gut verstehen, dass Tierärzte sich manchmal so fühlen müssen.

 

Hundezucht und Tiermedizin: Ein zum Zerreißen gespanntes Verhältnis

 

16.03.2015

Von Ralph Rückert, Tierarzt


Wenn Sie mal so richtig Bock haben, Ihren Tierarzt ordentlich zu ärgern, müssen Sie auf einen guten medizinischen Ratschlag nur antworten: "Mein(e) Züchter(in) hat aber gesagt, dass...". Ich kann Ihnen versprechen: Wirkt immer und sehr nachhaltig! Das Verhältnis zwischen Ihnen und Ihrem Tierarzt wird danach nie mehr das selbe sein.


Das mag jetzt satirisch überspitzt formuliert sein, aber da steckt schon viel Wahres drin. Aus Sicht von uns Tierärzten gehört dieser Halbsatz auf jeden Fall zu den Top-Ten der schlimmsten Äußerungen von Kunden. Warum?

Den kompletten Artikel von Herrn Rückert können Sie hier lesen.

 

Dennoch möchte ich einige Gesundheitsthemen kurz erläutern. Zum Einen ist nicht immer ein Tierarzt in unmittelbarer Nähe (Wochenende, Urlaub etc.) und zum Anderen gibt es dem unerfahrenen Hundehalter zumindest eine gewisse Sicherheit, wenn man schon einmal von der ein oder anderen Sache gehört hat.

 

Zurück also zum Hotspot.

 

Im Mai 2014 waren wir mit unserer Bella zum Campingurlaub in Kroatien. Bella war zu dieser Zeit 2 Jahre alt und ein sehr aktiver Hund. Wir waren tagsüber oft wandern oder schwimmen und Bella war immer dabei. Eines abends bemerkte ich an meinem Hund eine Stelle am Bauch, die verklebt aussah. Da wir direkt unter Pinien zelteten, bin ich von Baumharz ausgegangen und habe dieser Stelle keine weitere Beachtung geschenkt. Bella schläft mit im Zelt und beim morgendlichen Kuscheln bekam ich einen dümmeligen Geruch in die Nase. Ich sah mir die Stelle genauer an und roch auch daran. Das Fell war verklebt und roch eitrig. Die Haut darunter war nicht zu sehen. In Ermangelung eines Tierarztes, habe ich kurzerhand das Fell abrasiert und da kam die Entzündung zum Vorschein. Die Haut war ungefähr 5 Mark Stück groß (immernoch eine feste Größe für mich ;-) gerötet und wässrig offen. Ich habe die Stelle großzügig frei rasiert und dank der Sonne und des Salzwassers wurde es bereits nach 2 Tagen deutlich besser und war nach einer Woche wieder verschwunden. 

 

Wieder Zuhause, habe ich mich direkt informiert und bin auf den Hotspot gestoßen. Hierbei handelt es sich um eine bakterielle Hautentzündung, die sehr schnell und plötzlich - oft über Nacht - auftritt.

 

Es gibt zwei verschiedene Erscheinungsformen des Hotspot, den oberflächlichen Hotspot (dies war bei uns der Fall) und den tiefen Hotspot.

 

Der oberflächliche Hotspot tritt als Reaktion auf eine lokale Reizung oder kleine Verletzung in den oberen Hautschichten auf. Der Hund reagiert entweder gar nicht oder zeigt es durch Jucken, Lecken, Beißen an dieser Stelle an. Der oberflächliche Hotspot ist durch einen runden bis ovalen, gut abgegrenzten Bereich mit meist rotem Rand gekennzeichnet, der entzündungsbedingt gelbliche Flüssigkeit (Blutbestandteile aus den Kapillaren) absondert. Man nennt dies "Exsudation". Das Fell ist hierdurch verklebt, da es feucht bzw. nass ist. Ein unangenehm intensiver Geruch geht von der entzündeten Fläche aus.

 

Beim tiefen Hotspot sind, wie der Name schon sagt, tiefere Hautschichten betroffen. Hier kommt es infolge von kleinen Verletzungen oder Hautreizungen zu Haarwurzelentzündungen.  Bei der Entstehung eines tiefen Hotspots sind meist Bakterien beteiligt. Auch hier kommt es zu einer nässenden Wunde, manchmal auch mit Bläschen und Knötchen, hierbei ist der betroffene Bereich jedoch oft nicht so stark abgegrenzt. 

 

In beiden Fällen hilft, wenn kein Tierarzt zu erreichen ist, das Abrasieren des Fells, um möglichst viel Luft an die betroffene Stelle zu lassen. 

 

 

 

 

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