Giftige Pflanzen im Garten

Giftige Pflanzen für Hunde im Garten

 

So schön ein eigener Garten ist, so tückisch kann er mit einem jungen Hund werden. Es gibt verschiedene Pflanzen im Garten, die für Mensch und Tier giftig sind, ohne das man es aufgrund ihrer Form oder Farbe auf den ersten Blick erkennt.

 

Ich möchte hier auf 10 typische Gartenpflanzen aufmerksam machen, die für einen Hund sehr giftig sind.

 

1. Der Efeu

 

Efeu ist eine Kletterpflanze und ein immergrünes Gewächs. Es kommt fast in jedem Garten vor und stellt für junge Hunde, die alles ins Maul nehmen wollen eine Gefahr dar.

 

Die Blätter, Beeren, und Stängel der Pflanze reizen mit Saponinen als Gift die Schleimhäute und es kann zu Durchfall, Erbrechen und Krämpfen kommen.

 

 

2. Der Buchsbaum

 

Buchsbaum kommt heutzutage auch in sehr vielen Gärten vor, da man ihn als ebenfalls immergrüne Zierpflanze schön in Form schneiden kann. Für Hunde sind alle Teile der Pflanze hochgiftig. Buchsbaum enthält Alkaloid Cyclobuxin, welches vermehrt in der jungen Rinde und den Blüten enthalten ist.

 

Es kann zu Durchfall, Erbrechen und Krämpfen mit starken Schmerzen kommen. In der Folge kann es zu Lähmungen und sogar zur Lähmung der Atemwege kommen. Buchsbaum kann also tödlich sein.

 

3. Der Kirschlorbeer

 

Kirschlobeer ist als immergrüne Hecke außerordentlich beliebt und kommt somit auch in sehr vielen Gärten vor.

 

Für Hunde ist die Pflanze durch das enthaltene zyanogene Glykosid Prunasin äußerst giftig.

 

Erste Vergiftungserscheinungen sind helle Schleimhäute, Bauchschmerzen, Brechreiz und Lähmungserscheinungen. Falls ihr Hund am Kirschlorbeer geknabbert hat, sollten sie ihm sofort viel Wasser geben.

 

4. Der Oleander

 

Oleander hat bei uns als südländische Kübelpflanze Einzug gehalten und wird immer beliebter.

 

Für Hunde ist der Oleander aufgrund seine herzaktiven Glykoside Oleandrin und Neriosid sehr gefährlich. Von Magen-Darmreizungen bis zu einer verlangsamten Herzfrequenz reichen die Anzeichen. Im schlimmsten Fall kann es zu Herzversagen kommen.

 

5. Der Rhododendron

 

Rhododendron gehört schon seit vielen Jahren zu unserem Gartenbild. Der Rhododendron ist ebenfalls immergrün und ziert die Gärten mit unterschiedlich farbigen Blüten von Juni bis August. Sowohl die Blätter als auch die Blüten sind jedoch hochgiftig für Hunde. Symptome einer Vergiftung können Durchfall, Verstopfung, Bauchkrämpfe oder Erbrechen sein.

 

6. Die Stechpalme oder auch Ilex

 

Der Strauch der Stechpalme ist ebenfalls immergrün und bildet kleine rote Früchte aus. Diese Früchte, aber auch die Blätter, die jedoch gottseidank sehr stachelig sind, enthalten Alkaloide, die für den Hund gefährlich werden können. Anzeichen einer Vergiftung sind Erbrechen, Schläfrigkeit und Durchfall. Bereits 20 Beeren reichen aus um einen Hund zu töten.

 

7. Die Tulpe

 

Tulpen sind Zwiebelgewächse und für Hunde leider ebenfalls sehr giftig. Die Tulpe enthält Tuliposide und Tulipin, was die Schleimhäute des Hundes reizen kann. Bauchkrämpfe und Magen-Darmreizungen sind die ersten Anzeichen für eine Vergiftung.

 

8. Das Maiglöckchen

 

Maiglöckchen sind beliebte Frühlingsboten und für Mensch und Tier sehr gefährlich. Die Symptome einer Vergiftung sind Erbrechen, Durchfall und Krämpfe. Es kann zu Herzrythmusstörungen, Schwindel und Kreislaufproblemen kommen. Hat ihr Hund Maiglöckchen gefressen, sollten Sie sofort zum Tierarzt fahren, da dies für Ihren Hund im schlimmsten Fall tödlich enden könnte.

 

9. Die Eibe

 

Eiben befinden sich ebenfalls in vielen Gärten und als immergrüne Nadelbäume mit roten Beeren, vielen bekannt. Die Nadeln und Samen der Eibe sind jedoch hochgiftig. Die enthaltenden Alkaloide können im schlimmsten Fall zum Herzstillstand führen. Symptome einer Vergiftung sind Magen-Darm-Reizungen, Krämpfe, Herz- und Kreislaufbeschwerden. Die Giftstoffe der Pflanze können zu Leber und Nierenschäden führen.

 

10. Die Engelstrompete

 

Diese zu den Nachtschattengewächsen gehörende Zierpflanze mit den großen trompetenförmigen Blüten ist für Hunde sehr gefährlich. Die Engelstrompete enthält Stoffe wie Scopolamin, Hyoscyamin, Alkaloide und Atropin. Es kann zu Herzrythmusstörungen kommen, zu Erbrechen, Durchfall und Krämpfen

 

 

Nun haben wir fast all diese Pflanzen selbst im Garten und oder im Nachbargarten. Ein erwachsener Hund hat, wenn er denn richtig erzogen ist, keine Ambitionen an den Pflanzen zu kauen. Wir haben unserer Bella von Anfang an vermittelt, dass alle Pflanzen tabu sind und ihr stattdessen einen gefüllten Kong oder eine andere Beschäftigung angeboten.

 

Es empfiehlt sich trotzdem im ersten Jahr eine Art Gehege im Garten zu installieren oder aber die giftigen Pflanzen zu umzäunen.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

Was gibt es hier?

Sie finden auf dieser Homepage viele Infos zur MenschHund-Beziehung, hilfreiche Tipps und Tricks, ein bisschen was zum Schmunzeln und ganz viele Bilder.

 

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Stöbern.

 

Nicole Schaefer, Kluse 26, 58638 Iserlohn

Tel. 02371-310068

nicole.schaefer217@online.de