Fahrradfahren mit dem Labrador

So fährt der Labrador am liebsten Rad ;-)

 

Heute habe ich das Video einer Labrador-Halterin mit einer ca. 6 Monate alten Hündin gesehen, die ganz stolz darauf war, wie ihr Hund schon am Rad laufen konnte. Dieses Video hat einen wahren Shitstorm ausgelöst und ich fand es sehr schade, dass man ihr stattdessen nicht einfach eine Hilfestellung gab, wie es sein könnte. Der Beitrag wurde jedoch relativ schnell gelöscht, sodass eine Antwort überhaupt nicht mehr möglich war. Ich möchte aus diesem Grund an dieser Stelle einfach mal ein paar Tipps geben, wie es laufen kann. 

 

Auch wir fahren besonders im Urlaub gern mit dem Rad und da kommen dann auch schon mal ein paar Kilometer zusammen. Nun gehört der Labrador nicht zu den Ausdauerhunden, das heißt er ist von seinen körperlichen Merkmalen nicht dazu gemacht, lange Strecken in einem kontinuierlichem Tempo zu laufen. Nichtsdestotrotz ist er ein bewegungsfreudiger Hund, wie kann man also seinen Hund fordern ohne ihn zu überfordern?

 

Der Hund sollte für eine solch belastende Bewegung komplett ausgewachsen sein. Vor allem das Knochenwachstum muss komplett abgeschlossen sein. Die Meinungen der Fachleute gehen hier weit auseinander. Oft liest man, dass das Höhenwachstum nach einem Jahr abgeschlossen ist, ich würde sogar soweit gehen, dass es erst nach eineinhalb Jahren abgeschlossen ist. Eine Faustregel sagt "ein Jahr in die Höhe, zwei Jahre in die Breite", damit ist gemeint, dass erst ein Labrador mit 3 Jahren die Körperform hat, die er bei gleichbleibender Ernährung und Anforderung sein Leben lang behalten wird. 

 

Heißt es denn jetzt, ich kann erst mit meinem 3jährigen Labrador Rad fahren? Nein, ganz so schlimm ist es nicht. Natürlich darf auch ein junger Hund eine Weile am Rad laufen, wichtig sind die Intervalle. Auch Bella durfte schon unter einem Jahr ganz kleine Intervalle am Rad laufen (wir sprechen hier allerdings nur von ein paar Hundert Metern und an einem Geschirr) und kam dann wieder in Ihre Kiste. Wir haben uns einfach immer weiter getastet und mit eineinhalb Jahren durfte sie dann auch mal 2-3 Kilometer mitlaufen. Wir hatten jedoch immer unsere Kiste dabei und konnten so zwischendurch Pausen für den Hund einbauen.

 

Stellen Sie sich einfach vor, sie müssen in einer strickt vorgegebenen Geschwindigkeit auf hartem Untergrund womöglich noch bei über 20 Grad über mehrere Kilometer ohne Pause laufen, dann versteht eigentlich schon von selbst, dass dies nicht gut sein kann. 

 

Beim Joggen, Nordic-Walking oder Wandern hingegen hat der Hund meist einen anderen Untergrund und kann seine Geschwindigkeit, wenn er ohne Leine mitlaufen kann, selbst wählen. Da wird hier und da mal ein wenig gebummelt und geschnüffelt, dann wird ein Sprint eingelegt, so kommt Abwechslung ins Spiel. Hinzu kommt, dass wir bei diesen Sportarten ein besseres Gefühl für die Entfernung haben, denn es strengt uns gleichermaßen mit an.

 

Auf einem E-Bike z.B. verliert man schnell das Gefühl für Entfernung und Geschwindigkeit, einfach weil man so herrlich dahin gleiten kann.

 

Wenn Ihr Hund am Rad läuft, dann sollten Sie darauf achten, dass Sie Ihre Geschwindigkeit so anpassen, dass der Hund in einem leichten Trapp mitlaufen kann und nicht in einen Galopp verfällt, denn diese Gangart ist definitiv nur für Kurzstrecken gedacht. Kein Labrador würde freiwillig lange Strecken galoppieren. Manche Labradore machen dies jedoch am Rad und die Halter meinen dann irrtümlich es macht ihnen Spaß. Es ist jedoch oftmals so, dass der Hund die Geschwindigkeit des Rades nicht einschätzen kann und auf jeden Fall bei seinem Herrchen bleiben möchte. Oder Sie sind als Paar oder gar als Familie unterwegs und vor Ihnen ist ein anderes Familienmitglied, dann geschieht es oft, dass der Hund zieht und von selbst in einen Galopp verfällt um zum nächsten zu kommen. Hier hilft es, wenn Sie vorweg mit Hund das Tempo angeben.

 

 

Einen sehr guten Artikel mit einem anschaulichen Video zu Thema "Fahrradfahren mit Hund" finden Sie hier:

Viel Spaß beim Radeln!

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