Zähneputzen?

Muss man dem Hund die Zähne putzen oder reicht ein Kauknochen? Diese Frage stellte uns am Wochenende ein junger Interessent ;-)

 

Wir wollen der Frage auf den Grund gehen und wie immer kann ich an dieser Stelle nur von meinen ganz persönlichen Erfahrungen berichten.

 

Man kann einem Hund mittels Gummikappe, die man sich über den Finger zieht oder einem Handschuh und spezieller Hundezahnpasta die Zähne putzen. Es ist bestimmt von Vorteil, wenn man mit seinem Hund trainiert, dass man ins Maul schauen und auch greifen darf, ich persönlich halte jedoch nicht viel vom Zähneputzen bei Hunden.

 

Viel eher kann man darüber nachdenken, was man seinem Schützling zum Fressen und Knabbern anbietet. In vielen käuflichen Hundesnacks befindet sich Zucker! Wenn der Hund also ständig irgendwelche Riegel, Snacks oder in Zahnbürstenform (gibt es tatsächlich) gegossene industriell hergestellte Hundeleckerlis bekommt, macht eine Hundezahnbürste eventuell doch Sinn. Karies beim Hund ist meist eine Folge von Zahnstein oder ständiger Fehlernährung mit Süßigkeiten. Zucker wird in der Mundflora zu Säure verwandelt und diese greift den Zahn an.

 

 

Ein Hund, der regelmäßig einen schönen rohen Knochen bekommt oder auch mal ein Kauartikel aus naturbelassener Rinderkopfhaut oder einen Fellstreifen, der schabt und kaut sich die Zähne von ganz allein blank. Sobald der Hund eine Weile kaut, bildet sich Speichel und dieser Speichel wiederum sorgt dafür, dass die Mundflora des Hundes ausgeglichen ist und sich die Zähne selbst reinigen.

 

Es kann jedoch vorkommen, dass die Mundflora also der Speichelaustausch gestört ist und die selbstreinigenden Mechanismen somit versagen. Dann beginnen sich die Keime in der Mundhöhle zu vermehren und bilden Bakterienbeläge auf der Zahnoberfläche. Diese Ablagerungen überziehen irgendwann den ganzen Zahn und verfestigen sich zu Zahnstein. Der Zahnstein drückt dann auf das Zahnfleisch und schiebt sich zwischen Zahnfleisch und Zahnhals, Entzündungen entstehen, ein übler Geruch weht aus dem Maul Ihres Freundes und im schlimmsten Fall lockern sich einzelne Zähne.

 

Hier macht regelmäßiges Zähneputzen nach einer vom Tierarzt durchgeführten Zahnsteinbehandlung natürlich Sinn. 

 

Mein Tipp: erziehen Sie Ihren Welpen so, dass Sie jederzeit ins Maul schauen können, füttern sie ab und an einen schönen Kalbsknochen und achten Sie darauf, ob sich Zahnstein bildet. 

 

Wir hatten bisher immer Glück und eine Zahnbürste kam noch nicht zum Einsatz :-)

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Stapelmann (Donnerstag, 09 März 2017 12:56)

    Luis hat es sich noch einmal sehr genau durchgelesen.
    Vielen Dank dafür :)

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