Bella und Nicole

Unser blondes Mädchen ist da!

 

Nach einer Phase der Trauer um den Verlust unserer Dana, war trotz all dem Schmerz sehr bald klar, wir können ohne Hund nicht sein. Ein blondes Labradormädchen soll ab jetzt bei uns leben.

 

Auf den Hund gekommen

 

Seit ich denken kann, wünsche ich mir einen Hund an meiner Seite.

In meiner Kindheit bin ich viel mit den Hunden von Freunden und Bekannten meiner Eltern Gassi gegangen (vom Shih Tzu, über den Cocker Spaniel bis zum Rottweiler-Dobermann-Mix war alles dabei), doch ein eigener Hund musste noch lange warten. Erst als mein Sohn 10 Jahre alt wurde und ich in meinem Job gefestigt und nur halbtags berufstätig war, konnte endlich ein Hund bei uns einziehen.  

Doch was sollte es für eine Rasse sein, oder vielleicht ein Mischling? Wir haben Bücher gewälzt, Hundeausstellungen besucht, Freunde gefragt und Ausschau gehalten. Er sollte mittelgroß, von freundlichem Wesen und sowohl verschmust als auch aktiv sein. Er sollte täglich ein paar Stunden allein Zuhause bleiben können, nicht ängstlich oder schreckhaft sein, kurzum ein Kumpel, ein Familienhund, mit dem ich wie früher als Kind durch die Wälder streifen konnte, der meinem Sohn ein Kamerad ist und der abends im Kreis der Familie friedlich und glücklich in seinem Körbchen schnarcht.

 

Ich war im örtlichen Tierheim und habe dort Hunde ausgeführt. Ich habe verschiedene Rasseausstellungen besucht, habe zwischen Wesen und Aussehen abgewogen und habe mich immer wieder gefragt, welcher Rasse ich als halbtags berufstätige Mutter am gerechtesten werden kann.  Da ich bisher noch kein eigenes Tier gehalten habe, war mein Erfahrungsschatz begrenzt. Ich wollte weder dem Tier schaden, noch mein Leben nur auf das Tier ausrichten. Ich entschied mich für einen erwachsenen Hund, der schon eine Grunderziehung genossen haben sollte und aus einer verantwortungsvollen Familie kommt.

 

Die Suche begann…es gab so wahnsinnig viele Hunde!!!

 

Immer wieder stolperte ich bei meiner Suche über den Labrador. Das Wesen wurde als sanftmütig und aufgeweckt beschrieben, er wurde als idealer Familienhund gepriesen und da diese Rasse bereits seit Jahrzehnten sehr beliebt ist, gab es im Internet ein breites Feld von Züchtern, privaten Personen, Gruppen, Foren etc.

 

2002 zog dann unsere schwarze Labradordame Dana bei uns ein. Im Nachhinein muss ich sagen, wir hatten wirklich großes Glück mit unserer Dana, ich habe in den Folgejahren viele andersartige Labradore kennen gelernt. Dana wurde mit 3 Jahren von ihrer Züchterin weitervermittelt, da die Familie sie aus persönlichen Gründen nicht mehr halten konnte. Manchmal sind es traurige Beweggründe, die einen dazu zwingen, ein neues Zuhause für das geliebte Tier zu finden und es gehört viel Verantwortungsbewusstsein dazu, zu erkennen, dass man selbst die Kraft nicht mehr aufbringen kann, dem Tier gerecht zu werden und es an eine passende Familie vermittelt. Wir sind Danas Familie sehr dankbar für die liebevolle Erziehung von Dana und für die 10 wundervollen Jahre, die wir mit ihr zusammen noch erleben durften!

 

Dana war ein Traum von einem Hund! Wir hatten so eine schöne Zeit zusammen, genauso, wie wir es uns vorgestellt hatten. Mit der Zeit habe ich mit Dana die Dummyarbeit für mich entdeckt. Sie hatte eine wahnsinnige Freude am Apportieren und es machte auf jedem Spaziergang Spaß, sie so glücklich zu sehen. 

 

Dana ist im Alter von 13,5 Jahren über die Regenbogenbrücke gegangen. Wer einmal mit einem Tier an seiner Seite durchs Leben gegangen ist, wird jetzt, so wie ich, inne halten und liebevoll zurückblicken.

 

Der Hund ist ein Begleiter,

der uns daran erinnert,

jeden Augenblick zu genießen.

-Marla Lennard-

 

 

Wir konnten uns nicht vorstellen, dass diese Lücke je wieder mit so viel Frohsinn und Lebendigkeit gefüllt werden kann. Wir wollten keinen Hund mehr, es würde nie mehr sein wie früher.

 

Mit der Zeit veränderte sich der unsagbare Schmerz und übrig blieb eine Lücke. 

Wie sollte ich diese Zeit nur rumkriegen, alles in mir war auf Hund programmiert. Alleine  im Wald spazieren zu gehen war komisch und öde, auf der Couch war es kalt und öde, im Garten lag kein Spielzeug mehr rum, alles leer und öde. Kein fröhliches Wedeln mehr, wenn ich von der Arbeit kam, kein Grunzen und Quiecken, wenn ich mir die Gummistiefel anzog. 

 

Nach ein paar Monaten ertappte ich mich dabei, wie ich immer wieder im Internet nach Hunden stöberte. Nothunde, Tierheime, Züchter...Ich ging in unser örtliches Tierheim und führte einige Hunde aus, aber der Funke sprang nicht über, bis ich eines Abends auf die Seite meiner Züchterin gestoßen bin.

 

Sie hatte nur einen Wurf mit ihrer Hündin, da ihr ihre zweite Hündin, die sie zur Therapiehündin ausgebildet hatte, verstorben war und sie mit einer Hündin aus der eigenen Nachzucht wieder weiterarbeiten wollte. Ich war ganz angetan von der Art und Weise, wie sie ihre Welpen an die Welt heranführte, mit wie viel Engagement und Hingabe. Für diesen einen Wurf wurde das Wohnzimmer komplett umgebaut, im Garten wurde alles für die Kleinen ausgerichtet. Kinder aus ihrer Kindergartengruppe durften kommen und die Welpen unter Aufsicht streicheln und schmusen. Die Welpen wurden für verschiedene Untergründe sensibilisiert, es wurden die unterschiedlichsten Geräusche produziert, von Musikinstrumenten bis zum Rasenmäher, diese Welpen lernten alles kennen. Im Prägealter wurden sie auf den Kommpfiff trainiert und mit verschiedenen Gerüchen konfrontiert. Ich war fasziniert und rechnete mir aus, dass es für mich unmöglich war, noch einen Welpen aus diesem Wurf zu bekommen und wahrscheinlich war genau dies der Grund warum ich sie angerufen habe, denn in meinem Inneren war ich nicht sicher, ob ich nach 5 Monaten schon bereit für einen neuen Hund war und da meine Chancen so gering waren konnte ich ruhig anrufen, ich wollte sie einfach kennen lernen. 

 

Wir telefonierten über 2 Stunden und ich erzählte ihr immer wieder von meiner Dana. Nein, eine Hündin hätte sie tatsächlich nicht mehr frei aber einen Rüden. Nein, ich war mir sicher, wenn, dann eine Hündin. Ich fragte, ob ich mir ihre Zucht trotzdem anschauen durfte, sie hätte sicher viel mit den neuen Welpeneltern zu tun und keine Zeit für jemanden wie mich, der nur mal schauen will. Ja, sie hätte tatsächlich alle Hände voll zu tun aber wir waren uns auf Anhieb so sympatisch, wir durften kommen. 

 

Mein Mann und ich fuhren also 3 Stunden mit dem Auto um uns eine Zuchtstätte anzusehen, die keinen weiteren Wurf haben würde und die keine Hündin mehr frei hatte.

 

Wir haben den kompletten Nachmittag dort verbracht und sind erst gegen Abend zurück gefahren. Am nächsten Tag kam der Anruf, dass wir doch eine Hündin bekommen würden. Eine Freundin der Züchterin hat sich für den Rüden entschieden und so war eine Hündin frei.

 

Und dann kam Bella...

 

Es waren zweimal sehr schöne Begegnungen mit Züchtern, die mit sehr viel Herz und Verstand ihre verantwortungsvolle Aufgabe wahrgenommen haben, sodass in mir der Wunsch wuchs, mit Bella ebenfalls zu züchten.

 

Ist jemand, der seine Hündin belegen lässt automatisch Züchter?

 

Sie werden bei einer Suche im Netz sehr viel zu Züchtern, Hobbyzüchtern, Vermehrern und Welpenhandel finden. Es steht mir nicht zu, an dieser Stelle über Andere zu urteilen, ich möchte Ihnen hier nur meinen Werdegang erläutern, damit Sie sich selbst ein Bild machen können.

 

Als ich Bella bekam, habe ich mich erstmals von Welpenbeginn mit einem Hund beschäftigt. Unsere Hündin Dana war eine sehr gut erzogene Hündin mit einem guten Grundgehorsam und einem leichtführigen Wesen als sie zu uns kam, ich konnte mich also mit ihrem Benehmen überall sehen lassen, ohne dass ich selbst viel dafür getan hätte.

 

Jetzt galt es jedoch, dass mir in die Hände gelegte Bündel voller Energie und Neugierde in die richtige Bahn zu lenken und gleichzeitig zu entdecken, welcher Charakter, welches Temperament da auf mich trifft.

 

Bis Bella bei uns einzog hatte ich fast alle Welpenerziehungsbücher gelesen, die es auf dem Markt gab (eine Liste der Bücher finden Sie unter "Erziehung"). Wir sind in die Welpenstunde und später in die Junghundeschule gegangen. Wir haben zwei Dummy-Trainingsseminare beim Deutschen Retriever Club besucht und sind nun seit mehreren Jahren in der Hundeschule "MenschHundBeziehung" von Nicole Voss.

 

Der erste Gedanke an eine Zucht kam mir 2013, beim Dummy-Trainingsseminar. Ich war einfach so begeistert von ihrer Arbeitsfreude und von ihrem Aussehen. Sie schoss wie ein heller Blitz zu ihrem Dummy und kam zielstrebig zu mir zurück, ich war so verliebt in meine kleine Arbeitsmaschine!

 

Bella war gerade 1 Jahr alt und noch eine ziemlich wilde Maus, ich wollte wissen, wie sie sich entwickelt, ob sie eine souveräne erwachsene Hündin wird. Ich wollte sie auf keinen Fall zu früh belegen lassen. Wir sind keine Zucht, die ihr Haupteinkommen aus der Zucht zieht. Bella sollte mindestens 3 Läufigkeiten erleben und sich erst selbst entwickeln können.

 

2014 war für uns ein turbulentes Jahr, an eine Zucht habe ich zwar noch gedacht, die Zeit war jedoch einfach nicht da. Es gab berufliche Veränderungen und wir hatten gerade Eigentum gekauft und waren neben Beruf und Hund mit der Renovierung beschäftigt. In dieser Zeit war ich sehr froh über mein Hundenetzwerk. Bellas Patin ist in dieser Zeit öfter eingesprungen und so verging das Jahr wie im Flug (mehr zu Hundepaten und Hundenetzwerk unter "Erziehung").

 

2015 wurde es wieder etwas entspannter. Ich habe mit Bella ein Fährtentrainig, den Kurs "Mein Hund als Helfer" und ein Distanztraining besucht und konnte sehen, wie gut sie sich entwickelt hatte. Sie hat ein ausgesprochenes Interesse an unserer MenschHundBeziehung, dass machte es mir in vielen Dingen einfacher.

 

Ich war mir sicher, ich wollte mit ihr einen Wurf erleben, also besuchte ich im Sommer 2015 ein Neuzüchterseminar des DRC in Frankfurt. Es folgten verschiedene Webseminare zu den Themen: "Gesund von Anfang an", "Genetik und Zuchtstrategien für Hundezüchter" (alle Nachweise finden Sie unter Gesundheit/Nachweise). Mit dem persönlichen Besuch und Kontakt zu verschiedenen Züchtern, dem Austausch über Foren, das Studieren entsprechender Fachliteratur etc, vervollständigte ich mein Wissen.

 

Bella wurde in einer vom Zuchtverein zugelassenen Tierarztpraxis geröngt und  als wir die Ergebnisse von der Gesellschaft für Röntgendiagnostik (GRSK) erhielten, waren wir stolz und sehr glücklich über die einwandfreien Ergebnisse. Es folgten die Gentests auf alle Erkrankungen, die bei dieser Rasse vorkommen können und das DNA-Profil (stellt den Nachweis dar, dass Bella reinrassig ist.)

 

Nun fingen wir an, uns nach geeigneten Deckrüden umzusehen. Diesen Part hatte ich ehrlich gesagt etwas unterschätzt. Der Rüde sollte natürlich genauso gute Gesundheitsergebnisse wie unser Hündin vorweisen können, er sollte  jedoch und darauf legte ich besonderen Wert, ein ihr ähnlichen Charakter haben. Ich wollte beide Hunde in natura sehen, ich wollte sehen, wie sie miteinander umgehen, ich wollte sehen, wie sie auf Menschen reagieren, wie sie auf andere Hunde reagieren, kurz wie sie sich in einer typischen Alltagssituation verhalten. Schlussendlich sollten sich die Hunde untereinander sympathisch sein und äußerlich gut zueinander passen, d.h. die Proportionen, die Fellfarbe, das Gesamtbild sollte passen. Nicht jeder Deckrüdenhalter hatte da Verständnis für uns.

 

Wir züchten über den DRC. Soltau (Deutscher Rassehunde Club) , Bella hat weiterhin Papier vom LCD (Labrador Club Deutschland). Wir züchten über einen anerkannten Verein nach FCI Standard, um unseren Welpeneltern ein größtmögliches Maß an Garantie für ein gesundes und glückliches Leben mit einem wesensfesten Labrador zu ermöglichen.

 

Wenn wir mit unserer Geschichte nun Ihr Interesse geweckt haben, dann nehmen Sie doch einfach Kontakt zu uns auf. Bei gegenseitiger Sympathie freuen wir uns dann auf ein persönliches Treffen.

  

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir reine Preisanfragen nicht beantworten. Wir arbeiten mit sehr viel Sorgfalt, Verantwortungsbewusstsein und Hingabe an diesem Wurf und wünschen uns für jedes einzelne Hundekind eine Familie auf Lebenszeit.

 


Was gibt es hier?

Sie finden auf dieser Homepage viele Infos zur MenschHund-Beziehung, hilfreiche Tipps und Tricks, ein bisschen was zum Schmunzeln und ganz viele Bilder.

 

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Stöbern.

 

Nicole Schaefer, Kluse 26, 58638 Iserlohn

Tel. 02371-310068

nicole.schaefer217@online.de